Die unbeliebte Akne bei jung und alt – Ursachen und Behandlungsmethoden

So werden auch Sie Ihre Akne los!

Akne gilt als das Schreckensgespenst eines jeden Pubertierenden. Und tatsächlich ist die „Volkskrankheit“ Akne die häufigste Hautkrankheit in Deutschland und sogar weltweit. 70 bis 95 Prozent aller Jugendlichen leiden in Ihrer Jugend an Akne-Hautveränderungen. Die Hautkrankheit Akne ist weder lebensbedrohlich noch eine chronische Krankheit. Allerdings klagen betroffene Patienten oft über einen enormen Leidensdruck auf psychischer Ebene. Hinzu kommt, dass die Krankheit Akne meist einen immensen Kostenfaktor für die Betroffenen darstellt, da die Kosmetikindustrie das enorme Verkaufspotential der Thematik Akne erkannt hat und mittlerweile den Markt mit diversen Anti-Akne-Kosmetika überschwemmt.

Die Entstehung und Behandlung von Akne ist unterschiedlich, hängt sie doch von der jeweiligen Art der Akne-Erkrankung ab. Die wohl bekannteste Form der Akne ist die Akne vulgaris, auch gewöhnliche Akne genannt. Damit ist gemeint, dass diese Ausprägung durch verstärkte Hormonausstoßung während der Pubertät auftritt und spätestens zum 30. Lebensjahr wieder verschwindet. Ihre Ursache ist somit ein veränderter Körperstoffwechsel. Weitere endogene, also durch körperinnere Prozesse ausgelöste, Akne-Formen sind unter anderem Akne neonatorum, Hautkrankheit bei Neugeborenen oder Akne tarda, Akne im fortgeschrittenen Erwachsenenalter. Die Hautkrankheit Akne kann aber auch exogene Ursachen haben. Bekannt sind beispielsweise Akne aestivalis, welche durch UV-Strahlung ausgelöst wird, oder Akne cosmetica, welche nach Anwendung bestimmter Kosmetika auftreten kann. Die wohl schwerste Form der Akne ist die Akne inversa. Hier bilden sich besonders schwere Entzündungen der Talgdrüsen in Körperregionen, die nah beieinander liegen. Oft sind Achselhöhle, die Leistenregion oder der Analbereich betroffen. Die Ursachen für die Akne inversa sind nicht vollständig geklärt. Allerdings geht man davon aus, dass der Faktor Rauchen eine wichtige Rolle spielt.

Bei der gewöhnlichen Akne, Akne vulgaris, gibt es drei Stadien oder auch Ausprägungen. Zum einen zeigen sich vermehrt Mitesser, zum anderen treten entzündliche Papeln und Pusteln auf. Des Weiteren können große entzündete Knoten, Abszesse und Narben auftreten. In sehr schlimmen Fällen kommt es zu Fieber und Gelenkentzündungen. Die Schwere und das Auftreten der einzelnen Stadien unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.

Die Ursachen der Akne vulgaris sind vielfältig. Sicher ist, dass die unterschiedlichen Komponenten zusammenwirken und sich oft gegenseitig potenzieren können. Auf jeden Fall reicht nicht ein einzelner Faktor aus, um Akne vulgaris auszulösen.

Ein wichtige Ursache für das Entstehen von Akne vulgaris sind die hormonellen Veränderungen während der Pubertät. Die sogenannten Androgene, männliche Sexualhormone, werden in der Pubertät vermehrt im Körper ausgeschüttet. Dies hat zur Folge, dass sich die Talgproduktion erhöht und es zu einer Verhornungsstörung kommt. Daraufhin bilden sich im Ausgang der Talgdrüsen Mitesser, sogenannte Komedonen, die sich wiederum entzünden können und dann zu Pusteln oder Knoten werden. Ebenfalls wichtig zu erwähnen ist der Faktor Stress als Ursache von Akne vulgaris. Er gehört zu den psychischen Komponenten dieser Hautkrankheit und sollte nicht unterschätzt werden. Auch der Hauttyp kann eine Ursache für Akne sein. Die Beschaffenheit der Haut ist individuell und somit ist die Ausprägung von Mitessern und Pickeln individuell. Denn je weniger Talgdrüsen ein Mensch hat, umso weniger Entzündungspotential hat er auch. Dieser Faktor ist erblich bedingt und unterliegt keinen äußeren Umständen. Entgegen der landläufigen Meinung, dass auch „falsche“ Ernährung zu Akne führen kann, lassen sich dafür, Studien zufolge, keinerlei Hinweise finden. Man kann also davon ausgehen, dass Schokolade und Co keinen wirklichen Einfluss auf die Hautkrankheit Akne hat.

Wie kann betroffenen geholfen werden? Es gibt heutzutage eine große Bandbreite an Behandlungsmöglichkeiten für Akne und speziell für die gewöhnliche Akne. Das Credo früherer Jahre „Da muss jeder mal durch“ ist nicht mehr aktuell. Heute wird bereits bei einer leichten Form der Akne ein Gang zum Spezialisten angeraten. Denn dort kann auf effektive und sichere Art und Weise den Betroffenen geholfen werden. Egal welcher Hauttyp, welches Alter oder welcher Schweregrad der Krankheit, es gibt diverse wirksame Behandlungsansätze. Natürlich kann auch der Betroffene selbst die Genesung vorantreiben, wenn er seine Haut pflegt und schont. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Behandlung von Akne eine sehr langwierige ist und viel Geduld und Disziplin benötigt. Sichtbare Erfolge können Betroffene manchmal erst nach Wochen oder Monaten beobachten. Zumeist wird eine Kombi-Behandlung empfohlen. Hierbei werden äußere Anwendungen wie zum Beispiel spezielle Kosmetik oder UV-Strahlung und eine innere Therapie mit beispielsweise Antibiotika miteinander verknüpft. Bei weiblichen Akne Patientinnen kann die Einnahme der Anti-Baby-Pille hilfreich sein. Die in dem Verhütungsmittel enthaltenen Östrogene, also weiblichen Sexualhormone, lassen den Anteil an männlichen Sexualhormonen sinken und führen so zu einer Reduzierung der Talgproduktion. Glücklicherweise ist es heutzutage möglich Akne erfolgreich zu behandeln, um so den Betroffenen effektiv zu helfen und zu einem erfüllteren Sozialleben zu verhelfen.

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