Was sind Generika und wie wirken sie?

Das Potenzmittel Viagra aus dem Hause Pfizer kennt wohl jeder Mann. Das Medikament hat nach seiner Markteinführung einen beispiellosen Siegeszug um die Welt angetreten und hat diese seither verändert. Mit diesem Präparat bekam Mann dank des effektiven Wirkstoffes in Viagra endlich eine Möglichkeit in die Hand, seine erektile Dysfunktion nachhaltig zu bekämpfen.

Seitdem sind mit Cialis, Levitra und neuerdings auch Spedra alternative Medikamente auf den Markt gekommen, die ebenfalls Wirkstoffe aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer aufweisen und daher ebenso effektiv wirken wie der Klassiker von Pfizer. Leider haben die Medikamente noch etwas gemeinsam. Sie sind alle recht teuer.

Günstigere Manneskraft

Viele Männer kamen lange Zeit nur selten oder gar nicht in den Genuss der Potenzmittel, da diese schlicht zu teuer waren. Der Grund für die hohen Preise liegt nicht nur darin begründet, dass die Herstellerfirmen Pfizer, Lilly und Bayer HealthCare zur Entwicklung ihrer Präparate sehr viel Geld investieren musste, was durch den Verkauf wieder ausgeglichen werden sollte. Männer, die sich die Medikamente nicht leisten konnten, mussten weiterhin auf die altbekannten, jedoch nur unzuverlässig wirkenden Arzneimittel aus der Natur zurückgreifen, um ihre Erektionsprobleme zu behandeln. Doch seit einiger Zeit gibt es nun günstigere Möglichkeiten, die Qualitäten von Viagra, Cialis und Levitra zu genießen – Generika. Viele Leser werden nun zurückschrecken, da sie vermuten, dass es sich dabei um Fälschungen handelt. Und in der Tat sind schwarze Schafe auf dem Markt der Potenzmittel ein großes Problem, da der Handel mit Viagra und Co. enorme Umsätze einbringt. Von diesem Kuchen wollen nun einige etwas abhaben und bietet gefälschte Präparate an, die nur einen Bruchteil der Wirkstoffe aufweisen, so dass sie nicht wirken, oder die sogar ganz andere Arzneimittel beinhalten, die schlimmstenfalls die Gesundheit schädigen.

Zugelassene Kopien der originalen Präparate

Doch wer Generika für Fälschungen hält, irrt sich. Diese Generika sind sogenannte Nachahmerpräparate, nahezu exakte Kopien der Originalpräparate, die ein umfangreiches Zulassungsverfahren durchlaufen müssen, bevor sie auf den Markt kommen. Möglich machte dies das Auslaufen der Patente der Pharmahersteller auf die originalen Medikamente. Dadurch wurde es Konkurrenzunternehmen möglich, diese Kopien herzustellen und günstiger auf den Markt zu bringen. Zudem mussten die Konkurrenten keine hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung tätigen, da die Wirkstoffe ja schon seit Jahren erprobt sind. Doch trotz des geringen Preises weisen die Generika nahezu dieselben Wirkungen auf wie die Originalpräparate, da sie denselben Wirkstoff in fast der gleichen Konzentration beinhalten. Statistisch gesehen beträgt der Unterschied in der Bioverfügbarkeit eines Generikums zum Originalpräparat in der Regel weniger als fünf Prozent. Aus diesem Grund sind Generika heute sehr weit verbreitet und haben sich schon längst als feste Größe bei Therapien etabliert.