Was tun, wenn Sie Bettwanzen haben? Behandlung und Abhilfe

Im Gegensatz zur Generation der Vorkriegszeit, kennen die meisten Deutschen sie heute gar nicht mehr: Cimex lectularius, die Bettwanze oder auch Hauswanze. Sie galt als ausgestorben in Deutschland und doch müssen sich immer häufiger Menschen das Bett mit dem ungeliebten Plagegeist teilen. Doch warum die vermehrte Ausbreitung? Oft werden die Bettwanzen im eigenen Reisegepäck mitgebracht oder sie versteckt sich in Verpackungen aus Fernost. Auch die Resistenz gegen diverse Pestizide macht es schwer gegen sie anzukommen. Wie finde ich heraus, ob mein Bett auch befallen ist und wie kann ich die Parasiten bekämpfen? Bettwanzen sind nachtaktive Insekten, die circa 5 bis 8 Millimeter groß werden können.Sie ernähren sich von Blut. Je nach Lebensbedingungen können sie bis zu 18 Monate alt werden. Wenn ein Weibchen befruchtet ist, kann es bis zu 12 Eier täglich legen. Die Larven der Bettwanze werden bereits nach ein bis zwei Monaten geschlechtsreif. Dadurch ist die Ausbreitung des Parasiten, sind sie einmal vorhanden, nur sehr schwer in den Griff zu bekommen.

Die fast blinde Bettwanze wird von der Körperwärme des Menschen angelockt. Haben sie eine Stelle am Körper ihres Opfers gefunden, beißen sie sich fest und beginnen zu saugen und das kann dauern. Bis zu 10 Minuten brauchen die kleinen Biester manchmal, um sich voll zu saugen. Ist die Bettwanze dann fertig, hat sich auch ihr Äußeres deutlich verändert. Vorher eher transparent, hat sie jetzt eine rötlich-schwarze Farbe und ihr Körper kann auf bis zu 200 Prozent ihres Ausgangsgewichts anschwellen. Tagsüber sind Bettwanzen kaum zu finden. Sie verstecken sich hinter Tapeten, zwischen Ritzen oder auch unter Matratzen. Erst wenn es Nacht wird, kommen die Parasiten aus ihrem Versteck und begeben sich auf Nahrungssuche.

Ein Hinweis auf die Existenz von Bettwanzen ist ihr eigentümlicher Geruch. Aufgrund bestimmter Drüsen an ihren Beinen sondern sie ein süßlich-öliges Sekret ab, welches äußerst unangenehm riecht. Auch kleine Blutflecken oder Kot auf der Bettwäsche können Hinweise auf einen Befall sein. Am besten aber ist ein Befall der Parasiten durch ihre Bisse nachzuweisen. Bettwanzen stechen oft mehrmals hintereinander zu. Die Stiche selbst sind ungefähr so groß wie der Nagel des kleinen Fingers und zumeist befinden sie sich an Armen, Beinen oder am Hals des Menschen. Die Einstichstelle ist meistens leicht gerötet und juckt. Bei sehr empfindlichen Menschen kann es zu allergischen Reaktionen in Form von Quaddeln und starkem Juckreiz kommen. Grundsätzlich sind Bettwanzen keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit des Menschen. Theoretisch können Bettwanzen Krankheiten wie Hepatitis C übertragen, aber bis heute ist kein solcher Fall dokumentiert.

Die Bekämpfung der Wanzen stellt sich oft als schwierig dar. Auf jeden Fall sollten sich die Betroffenen nicht auf irgendwelche Hausmittelchen verlassen, sondern sich direkt an einen Kammerjäger wenden. Das kostet zwar mehr, ist aber eine bedeutend schnellere und sicherere Hilfe. Der Kammerjäger weiß genau welches Insektizid einzusetzen ist und wo genau nach den Bettwanzen gesucht werden muss. Deswegen zögern Sie nicht und suchen sie sich professionelle Hilfe, um den ungeliebten Plagegeistern Herr zu werden.